Orgelsanierung

Nach der Restaurierung unseres Erzväter-Altars konnten wir uns um die Sanierung unserer Orgeln in St. Nikolai kümmern. Truhen-, Chor- und Hauptorgel benötigen eine Generalreinigung, weil zum einen viel Staub und Schmutz ins Innere der Instrumente gelangt ist, und sie zum anderen auch von Schimmel befallen sind. Unser neues Heizungssystem gewährleistet seit Inbetriebnahme ein gutes Raumklima, das das künftige Wachstum von Schimmel verhindern wird.

Des Weiteren waren wir gehalten, alte Orgelelektrik zu erneuern, um den aktuellen Brandschutzbestimmungen Genüge zu tun.

Die Sanierung wurde der Orgelbaufirma Ulrich Babel, Gettorf, übertragen, und ist in mehreren Schritten vonstatten gegangen:

  1. Januar 2025: Reinigung und Nachintonation Hauptorgel

  2. Juli 2025: Reinigung Chororgel

  3. Januar 2026: Anschluss des CAT 7-Kabels an Generalspieltisch, Haupt- und Chororgel; Ertüchtigung des Brandschutzes

  4. Februar 2026: Einbau neues Register Bordun 16'

Im Zuge der Generalsanierung der Hauptorgel ist es uns gelungen, das fehlende Register Bordun 16' für das Hauptwerk bei der Orgelbaufirma Babel zu bestellen.
Die sogenannten 16 Fuß-Register (16') klingen eine Oktave tiefer als notiert und sind sozusagen die "Kontrabässe" der Orgel. Sie bilden das Klangfundament, auf dem sich alle anderen Klänge aufbauen. Unsere Hauptorgel besaß bis Ende der 90er Jahre im Hauptwerk ein solches Register, aber von anderer Bauart (Quintadena), das klanglich sehr unbefriedigend war und leider die Stimmung nicht hielt. Rainer-Michael Munz ließ die Pfeifen in das noch heute existierende Register "Unda maris" (= Meereswelle) umbauen, das einen klanglichen Gewinn für das Instrument darstellt. Die Konsequenz war, dass bis März 2026 das 16'-Register und damit das Klangfundament der gesamten Hauptorgel fehlte.

Nach Abschluss aller Arbeiten sind alle drei Orgeln der Offenen Kirche St. Nikolai Kiel für die nächsten rund 25 Jahre generalgereinigt und technisch auf den neuesten Stand gebracht worden. Durch die Nachintonation und den Einbau des Registers Bordun 16‘ hat die Hauptorgel klanglich stark gewonnen. Zusammen mit der französischen Chororgel bildet sie eine Orgelanlage, die nur in einigen wenigen Kirchen der Nordkirche so existiert.

Vielen Dank an die Orgelbauer Kirsten und Ulrich Babel für die großartige Arbeit. Mögen die Orgeln noch lange zur Ehre und zum Lobe Gottes erklingen!

Soli Deo Gratias – Ihr KMD Volkmar Zehner

Registerpatenschaften

Februar 2026: Ein neues altes Register für unsere Hauptorgel

Im Zuge der Generalsanierung der Hauptorgel ist es uns gelungen, das fehlende Register Bordun 16' bei der Orgelbaufirma Babel zu bestellen.
Die sogenannten 16 Fuß-Register (16') klingen eine Oktave tiefer als notiert und sind sozusagen die "Kontrabässe" der Orgel. Sie bilden das Klangfundament, auf dem sich alle anderen Klänge aufbauen. Unsere Hauptorgel besaß bis Ende der 90er Jahre ein solches Register, aber von anderer Bauart (Quintadena), das klanglich sehr unbefriedigend war und leider die Stimmung nicht hielt. Rainer-Michael Munz ließ die Pfeifen in das noch heute existierende Register "Unda maris" (= Meereswelle) umbauen, das einen klanglichen Gewinn für das Instrument darstellt. Die Konsequenz war, dass bis heute das 16'-Register und damit das Klangfundament fehlt.
Die bisher eingegangenen Spenden für die Generalsanierung wie auch der richtige Zeitpunkt für einen Einbau vor der Ertüchtigung der Elektrik und Elektronik ließen uns den Schritt wagen, bei der Orgelbaufirma Babel einen Bordun 16' zu bestellen, und zwar als gebrauchtes Register. Sie haben dieses Register in ihrer Firma eingelagert und richten es nun für die Hauptorgel her. Die Vorteile liegen auf der Hand: geringere Anschaffungskosten, und das Holz der Pfeifen ist nicht neu, sondern abgelagert, so dass es nicht mehr unerwünscht arbeitet.
Ich freue mich sehr, dass Ende Februar das neue Register eingebaut und spielbar sein und damit der Hauptorgel die nötige Gravität verleihen wird!
Ihr KMD Volkmar Zehner

Januar 2026: Einbau CAT 7-Kabel

Das Lichtwellenleiterkabel, das Haupt- und Chororgel miteinander verbindet, ist unzuverlässig geworden. Schon jetzt funktioniert es nur mithilfe eines improvisierten Notschalters. Da die Industrie diese Technik nicht mehr unterstützt, stellen wir um auf CAT 7-Kabel. Ab 5. Januar 2026 wird der auf Orgelelektrotechnik spezialisierte Orgelbauer Andreas Seul, Hüttenberg (Hessen), zusammen mit Kirsten und Ulrich Babel das CAT 7-Kabel einbauen und den Brandschutz erneuern.

Juli 2025: Reinigung Chororgel

Inzwischen wurde die Chororgel gereinigt und deren Pfeifen nachintoniert.

Januar 2025: Sanierung Hauptorgel

Die Orgelbaufirma Babel, Gettorf, hat im Januar 2025 begonnen, die Arbeiten auszuführen. Seit Mitte Juli bereits abgeschlossen ist die Sanierung der Hauptorgel.